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Impressionismus
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Impressionismus
Der Impressionismus
Charakteristika impressionistischer Malweise
Musik des Impressionismus
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Impressionismus

Der Impressionismus (v. lat.: impressio = Eindruck; über das französische impressionnisme) ist eine Stilrichtung der Malerei im späten 19. Jahrhundert, die sich von Frankreich aus weltweit verbreitete. Dabei wurde der Stil nicht nur übernommen, sondern zum Teil auch regionalen Bedingungen und Traditionen angepasst. Die impressionistische Malerei war mit ihren stilistischen und thematischen Neuerungen der Wegbereiter der Modernen und Abstrakten Kunst.
Neben der Malerei entwickelten sich auch impressionistische Musik und Literatur.

Historische Eingliederung und Vorläufer

Seit dem 17. Jahrhundert hatten die politischen und die Kunstverhältnisse dazu geführt, dass einige der wichtigsten Entscheidungen über den Fortgang der europäischen Kunstgeschichte in Paris getroffen wurden. So bildete die Französische Revolution die Leitrevolution einer sich nun weltweit verbreitenden bürgerlichen Umwälzung. Die Entwicklung der bürgerlichen Gesellschaft vollzog sich so auch in Frankreich folgerichtiger, prägnanter und immer etwas früher als in anderen Ländern. 1793 wurde der Königspalast, Louvre, zum Museum der Malerei umfunktioniert und durch den Kunstraub Napoleons gelangten Malereien italienischer Meister der Renaissance in die Hauptstadt. Für das Kunstleben, das Ausstellungswesen, den Kunsthandel und die Geschmacksbildung war Paris die Hauptstadt des 19. Jahrhunderts, ungeachtet der Tatsache, dass England durch Produktion und Kapital die „Werkstatt der Welt“ war. Entstehung und Ausbreitung der impressionistischen Malerei als einer Strömung bedurften der Lebensweise und des kulturellen Klimas von Paris.

Einige Charakteristika impressionistischer Malweisen, so u.a Pleinair (unter freiem Himmel), sur-le-motif (vor dem Motiv), finden sich schon in der Schule von Barbizon, den Werken von William Turner, John Constable und Johan Barthold Jongkind. So wurde das petit genre, die Landschaftsmalerei, bedingt durch einen sich öffnenden Kunstmarkt und orientiert an den nun immer stärker aufkommenden Wünschen des Publikums bereits salonfähiger. Zu weiteren Vorläufern zählt man des weiteren Francisco Goya und Eugène Delacroix. So hatte Delacroix u.a. der Farbzerlegung und dem Farbkreis innerhalb seines Werkes, von dem u.a. Édouard Manet angeregt wurde, starke Beachtung geschenkt. Ferner war die Haltung realistischer Maler mit ihrem Hauptstreiter Gustave Courbet grundlegend für den Impressionismus. So vertrauten diese ihrem „Augensinn“ und machten ihre Bilder gleichsam zu Fenstern (→ Leon Battista Alberti, finestra aperta). Diese Treue zur Natur, wie man statt Realität auch sagte, die erst ein „wahrhaftiges“ Bild ergab, musste erlernt und jedes Mal hart erarbeitet werden. Auch das Sehen selbst galt es zu üben und zu verfeinern. So erfuhren die Maler, dass sie erst im Prozess ihres Tuns ein anderes Sehen erlernten.
Courbet faszinierte viele jüngere Künstler und keine andere Auffassung kam ohne Definition ihres Verhältnisses zu seiner Kunst aus.
„In der freien Natur unter Naturmenschen natürlich malen“ , wie es ein Vierteljahrhundert später der deutsche Maler Wilhelm Leibl formulierte, wurde überall zu einer der grundlegenden Maximen „realistischer“ Künstler. So äußerte Courbet:

  •  „Ein Künstler ist sein eigener Herr.“
  •  „Ein Künstler muss in seiner eigenen Zeit verwurzelt sein.“
  • „Malen ist eine gegenständliche Kunst, die sich nur mit dem Realen und Sichtbaren beschäftigt, niemals mit dem, was nur in der Vorstellung existiert.“
  • „Schönheit liegt in der Natur und offenbart, einmal vom Künstler erkannt, ihre eigene Ausdruckskraft.“


 
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